Warum wir beim ebets-PV-Carport nicht dem billigsten Anbieter den Zuschlag gaben
Als wir uns bei ebets mit dem Thema PV-Carport beschäftigt haben, war schnell klar:
Ja, wir wollen nachhaltige Energie erzeugen.
Ja, wir wollen Parkflächen sinnvoll nutzen.
Aber vor allem wollen wir eine Lösung, hinter der wir zu 100 % stehen können – technisch, normativ und sicherheitstechnisch.
Am Markt gibt es viele Angebote. Einige davon deutlich günstiger als andere. Trotzdem haben wir uns bewusst gegen den billigsten Anbieter entschieden. Nicht aus Prinzip, sondern aus Verantwortung.
Denn ein PV-Carport ist kein dekoratives Zusatzprodukt – es ist eine tragende Konstruktion mit Überkopfverglasung, unter der täglich Menschen und Fahrzeuge stehen.
Was uns bei der Bewertung der Anbieter aufgefallen ist:
1. Überkopf ist nicht gleich Überkopf – ein oft unterschätztes Risiko
In der Angebotsphase haben wir festgestellt, dass viele Anbieter PV-Module einsetzen, die nicht für den Überkopfbereich zugelassen sind. Dabei ist die Rechtslage eindeutig:
Nach ÖNORM B 3716 und DIN 18008 dürfen horizontale bzw. überkopf eingesetzte Verglasungen ausschließlich als Verbundsicherheitsglas (VSG) aus Floatglas oder TVG ausgeführt werden.
Warum das so wichtig ist?
Im Schadensfall muss eine Resttragfähigkeit bestehen. ESG zerfällt bei Bruch vollständig – ohne jede Sicherungswirkung. VSG hingegen bindet die Bruchstücke und schützt Menschen darunter.
Dass trotzdem häufig Module mit 2× ESG eingesetzt werden, mag den Preis senken – für uns war das jedoch ein klares Ausschlusskriterium.
2. Schneelast ist kein Rechenbeispiel, sondern Realität
Ein weiterer Punkt, der uns sehr beschäftigt hat, war die statische Auslegung. Gerade bei PV-Carports wird die Schneelast häufig nur theoretisch oder zu optimistisch betrachtet.
Rechnerisch halten viele rahmenlose Module mit 2×3 mm Glas und rund 1.000 mm Spannweite nur etwa 0,5 kN/m² Schneelast aus. In Kombination mit Windlasten, Sog- und Druckkräften wird schnell klar:
Das ist für unsere geografische Lage und unseren Anspruch schlicht zu wenig.
Wir wollten kein System, das „gerade noch passt“, sondern eines, das dauerhaft sicher funktioniert – auch bei Starkschnee, Wind und wechselnden Witterungsbedingungen. Deshalb war für uns eine 4-seitige Auflagerung der Module ein Muss.
3. Warum wir uns für ein höherwertiges System entschieden haben
Am Ende haben wir uns für ein System entschieden, das zwar nicht das günstigste war, dafür aber alle entscheidenden Punkte erfüllt:
- ausschließlich PV-Module mit DIBt-Zulassung
- statisch geprüfte Querstreben, die das Glas aktiv unterstützen
- verstärkte Rahmenprofilemit höherem Materialeinsatz
- ein Gesamtsystem, das nicht nur rechnerisch, sondern auch praktisch überzeugt
Diese Mehrinvestition bedeutet für uns vor allem eines: Sicherheit und Ruhe – heute und in vielen Jahren.
4. Entwässerung: ein Detail, das sich langfristig auszahlt
Auch beim Thema Entwässerung zeigt sich der Unterschied zwischen billig und durchdacht. Viele Systeme arbeiten ausschließlich mit Kompribändern – eine Lösung, die kurzfristig funktioniert, langfristig aber Risiken birgt.
Wir haben uns bewusst für ein sauberes, konstruktiv gelöstes Entwässerungskonzept entschieden, das dauerhaft dicht ist und den Wartungsaufwand minimiert. Für uns ein klassisches Beispiel dafür, warum Details entscheidend sind.
Unser Fazit aus Kundensicht
Wir verstehen, dass der Preis oft eine große Rolle spielt. Auch für uns.
Aber bei einer Konstruktion, unter der täglich Menschen stehen, war für uns klar: Sicherheit schlägt den günstigsten Preis.
Wir haben uns bei ebets nicht gegen den billigsten Anbieter entschieden, weil wir mehr bezahlen wollten – sondern weil wir Verantwortung übernehmen. Für unsere Mitarbeitenden, für unsere Besucher:innen und für unseren eigenen Qualitätsanspruch.
Ein PV-Carport ist kein Sparprojekt. Es ist eine langfristige Investition. Und genau so haben wir sie behandelt.